Neun Jahre Englischunterricht in der Schule sind genug. Sollte man meinen. Und doch fehlt vielen von uns im Englischen oft die letzte Sicherheit. Wir ahnen, dass wir uns manchmal fehlerhaft ausdrücken, können den Fehler aber nicht genau benennen. Hier sind noch einmal zwölf klassische Patzer, wie sie Deutschen im Englischen gerne unterlaufen, dazu jeweils ein Vorschlag, wie man sie vermeiden kann.

 

• „Willkommen in/bei...“ heißt „welcome to...“, nicht „welcome in“ oder „welcome at“.
• „Gestern abend“ heißt „last night“ (nicht „yesterday evening“).
• „Etwas ansehen“ heißt „to look at something“ (nicht „to look on something“).
• „Ein Freund von mir/dir“ heißt „a friend of mine/yours“, nicht etwa „a friend of me/you“.
• „Der/die/das vorletzte“ heißt „the last... but one“. „Der/die/das übernächste“ heißt „the next ... but one, beides wird aber seltener verwendet als im Deutschen.
• „Bei mir/dir (zu Hause)“ heißt „at my/your house“ oder „at my/your place“. „Zu Hause“ heißt „at home“.
• „erzählen“ („to tell“) verlangt im Englischen immer ein Publikum, also einen oder mehrere, denen erzählt wird. „Sie haben erzählt, daß Sie in Afrika waren“, heißt also „you told us you went to Africa“. „You told you went...“ wäre falsch. Möglich wäre allenfalls „you said you went“.
• Für „Guten Appetit“ kann man auf Englisch „bon appétit“ sagen oder auch „enjoy“, man muß aber nicht unbedingt etwas sagen.
• Findet man jemanden sympathisch, kann man auf Englisch nicht „sympathetic“ sagen, das heißt nämlich „teilnahmsvoll, wohlwollend“. Richtig ist unter anderem „likeable“.
• „You“ heißt ursprünglich nicht „du“, sondern „ihr“, war also einst die höfliche Anrede. Lassen Sie sich nicht zu übergroßer Formlosigkeit hinreißen, bloß weil Ihr geschäftliches Gegenüber Sie einlädt, beim Vornamen zu bleiben!
• „Bitte“ heißt „please“, aber nur als Teil einer Frage oder Aufforderung. Beim Überreichen eines Gegenständes oder dergleichen sagt man „Here you are“, beim Erwidern eines Dankes „you’re welcome“.
• Es gibt deutsche Wörter, die sich einfach nicht ins Englische übersetzen lassen. Das mag zunächst erstaunen, weil darunter Ausdrücke sind, die wir für unentbehrlich halten. Aber Sprachen unterscheiden sich nun einmal auch darin, was man in ihnen jeweils nicht ausdrücken kann oder auch: nicht auszudrücken braucht. Zum „Unübersetzbaren“ gehören deutsche Wörter wie „zukunftssicher“, „konsequent“, „So“ am Anfang eines Satzes, wenn ein Bezug auf den vorangehenden Satz hergestellt werden soll, und „ja“ als Hinweis auf eine bekannte Tatsache („Sie wissen ja...“). Lösung? In allen vier Fällen: einfach weglassen!

Diese und andere Hilfen und Empfehlungen für ein besseres Geschäftsenglisch finden Sie in unserem Leitfaden „Das kleine 3x3 des Business English“, das Sie kostenlos als pdf herunterladen können. Unter dem Menüpunkt „Downloads" finden Sie auch unsere anderen Leitfäden „Das kleine 3x3 der Kommunikation“, „Das kleine 3x3 der Krisenkommunikation“ und „Das kleine 3x3 der Rhetorik“ auf Deutsch und Englisch.